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Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit (8. Dezember 2015 - 20. November 2016)

Geschrieben von (pm) am 05.12.2015
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Die Jubiläen in Rom:

In Rom gibt es im Kontext des Heiligen Jahres eine Vielzahl von Veranstaltungen. Besondere Ereignisse werden dabei die Jubiläen sein. Diese richten sich an unterschiedliche Gruppen. Im Januar wird es ein Jubiläum für die Wallfahrtseelsorger und die Mitarbeiter in den Wallfahrtsorten geben. Damit soll deutlich werden, dass das Heilige Jahr wirklich eine Pilgerfahrt darstellt und auch als solche gelebt wird. Deshalb sollen auch alle Pilger, die nach Rom kommen, möglichst einen Teil der Strecke wirklich pilgern. Das Jubiläum für die Wallfahrtsseelsorger und die Mitarbeiter steht bewusst zu Beginn des Heiligen Jahres: Alle, die in diesem Bereich arbeiten, werden darauf eingestimmt, damit sie helfen, dass das Heilige Jahr nicht nur ein touristisches Ereignis ist, sondern wirklich eine Pilgerfahrt.

Das Thema der Barmherzigkeit spielt auch bei den Jubiläen eine große Rolle. So sollen auch die Menschen eingeladen werden, „die aus einer Spiritualität leben, die die Barmherzigkeit zum Thema hat“. Gemeint sind hier Bewegungen, Vereinigungen und Ordensgemeinschaften, die sich der Barmherzigkeit besonders verpflichtet fühlen. Das Jubiläum für die caritativen Dienste findet am 4. September 2016 statt. Hier stehen vor allem die vielen Ehrenamtlichen im Vordergrund, an deren Tätigkeit sich die Barmherzigkeit in der Welt zeigt.

Aber auch für die Diakone (29. Mai 2016), Kranke und Behinderte (12. Juni 2016) oder gefirmte Jugendliche (24. April 2016) finden Jubiläen statt. Ein Jubiläum für die Gefangenen wird es am 6. November 2016 geben. Dieses findet nicht nur in den Gefängnissen statt, sondern einigen Gefangenen bekommen die Möglichkeit mit Papst Franziskus gemeinsam im Petersdom das Heilige Jahr zu begehen.

Besondere Jubiläen

  • 19. bis 21. Januar 2016: Jubiläum der Wallfahrtsseelsorger und der Mitarbeiter an den Wallfahrtsorten
  • 2. Februar 2016: Jubiläum des geweihten Lebens und Abschluss des Ordensjahres (02.02.)
  • 22. Februar 2016: Jubiläum der Kurie
  • 3. April 2016: Jubiläum aller, die sich der Spiritualität der Göttlichen Barmherzigkeit verbunden fühlen
  • 24. April 2016: Jubiläum der Jugendlichen
  • 29. Mai 2016: Jubiläum der Diakone
  • 3. Juni 2016: Jubiläum der Priester
  • 12. Juni 2016: Jubiläum der Kranken und Behinderten
  • 26. bis 31. Juli 2016: Jubiläum der Jugendlichen im Rahmen des WJT
  • 4. September 2016: Jubiläum der Haupt- und Ehrenamtlichen im Dienst der Barmherzigkeit
  • 25. September 2016: Jubiläum der Katecheten
  • 8. bis 9. Oktober 2016: Marianisches Jubiläum
  • 6. November 2016: Jubiläum der Gefangenen

Logo und Motto:

Logo und Motto des Heiligen Jahres fassen in Wort und Bild zusammen, um was es bei diesem Jubiläum geht: Das aus dem Lukasevangelium stammende Wort „Barmherzig wie der Vater“ (Lk 6,36) lädt ein, diese Barmherzigkeit nach dem Vorbild des Vaters zu leben. Dieser ruft dazu auf, nicht zu urteilen oder gar zu verdammen, sondern zu vergeben und in geradezu maßloser Weise Liebe und Verzeihung zu schenken (vgl. Lk 6,37-38).

Das Logo ist ein Werk des Jesuiten Marko I. Rupnik und präsentiert sich als eine kleine Summa Theologiae zum Thema der Barmherzigkeit: Es zeigt Christus, den Sohn Gottes, der sich den verlorenen Menschen auf die Schultern lädt. Dieses Bild hat schon die frühe Kirche sehr geschätzt, weil es die Liebe Christi zeigt, der das Geheimnis seiner Menschwerdung im Werk der Erlösung zur Vollendung führt. Das Bild veranschaulicht deutlich, wie der gute Hirte in direkten Kontakt mit dem Menschen kommt. Er tut dies mit einer Liebe, die in der Lage ist, Leben zu verändern. Der gute Hirte trägt die Menschheit mit außerordentlicher Barmherzigkeit auf den Schultern und seine Augen verbinden sich mit denen des Menschen. Christus sieht mit dem Auge Adams, und dieser mit dem Auge Christi. Jeder Mensch entdeckt also in Christus, dem neuen Adam, die eigene Menschlichkeit und, indem er in Christi Blick die Liebe des Vaters wahrnimmt, die Zukunft, die ihn erwartet.

Die Szene ist von einer sogenannten Mandorla, einer mandelförmigen Umrandung eingefasst. Diese in der antiken und mittelalterlichen Ikonographie beliebte Form deutet die gleichzeitige Präsenz der göttlichen und der menschlichen Natur in Christus an. Die drei konzentrischen Ovale mit ihrem nach außen immer heller werdenden Farbverlauf symbolisieren die Bewegung Christi, der den Menschen aus der Nacht der Sünde und des Todes zum Licht bringt. Auf der anderen Seite steht die tiefdunkle Farbe im Zentrum für die Undurchdringlichkeit der Liebe des Vaters, der alles verzeiht.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
du hast uns gelehrt,
barmherzig zu sein wie der himmlische Vater,
und uns gesagt, wer dich sieht, sieht ihn.
Zeig uns dein Angesicht, und wir werden Heil finden.

Dein liebender Blick
befreite Zachäus und Matthäus aus der Sklaverei des Geldes;
erlöste die Ehebrecherin und Maria Magdalena davon,
das Glück nur in einem Geschöpf zu suchen;
ließ Petrus nach seinem Verrat weinen
und sicherte dem reumütigen Schächer das Paradies zu.
Lass uns dein Wort an die Samariterin so hören,
als sei es an uns persönlich gerichtet:
„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht!“

Du bist das sichtbare Antlitz des unsichtbaren Vaters
und offenbarst uns den Gott, der seine Allmacht vor allem
in der Vergebung und in der Barmherzigkeit zeigt.
Mache die Kirche in der Welt zu deinem sichtbaren Antlitz,
dem Angesicht ihres auferstandenen und verherrlichten Herrn.

Du wolltest, dass deine Diener selbst der Schwachheit unterworfen sind, damit sie Mitleid verspüren mit denen,
die in Unwissenheit und Irrtum leben.
Schenke allen, die sich an sie wenden,
die Erfahrung, von Gott erwartet und geliebt zu sein
und bei ihm Vergebung zu finden.

Sende aus deinen Geist und schenke uns allen seine Salbung,
damit das Jubiläum der Barmherzigkeit
ein Gnadenjahr des Herrn werde
und deine Kirche mit neuer Begeisterung
den Armen die Frohe Botschaft bringe,
den Gefangenen und Unterdrückten die Freiheit verkünde
und den Blinden die Augen öffne.

So bitten wir dich,
auf die Fürsprache Mariens, der Mutter der Barmherzigkeit,
der du mit dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes
lebst und herrschst in alle Ewigkeit.

Amen.

Hymne: www.youtube.com/watch

(Eine Hymne für das Heilige Jahr: Musik von Paul Inwood (Großbritannien), Text Eugenio Costa SJ (Italien), Gesang: Cappella Musicale Pontificia - unter der Leitung von Massimo Palombella)

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Letzte Änderung: 06.12.2015 um 21:02

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