Christenverfolgung
Störung des Religionsfriedens |
| Geschrieben von (ksf) am 31.01.2011 |
Koptischer Bischof sprach in GastwirtschaftOsnabrück (idea) –
In einer Gastwirtschaft statt in einem evangelischen Gemeindesaal hat der Bischof der Koptisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian (Höxter), einen Vortrag über die Verfolgung seiner Kirche in Ägypten gehalten.
Der Kirchenvorstand der St. Thomas-Gemeinde in Bohmte bei Osnabrück hatte die Durchführung der Veranstaltung in ihren Räumen abgelehnt. Man fürchte, dass der Religionsfrieden gestört werde, teilte man dem Organisator, Pastor i.R. Prof. Karl-Heinz Kuhlmann (Bohmte), mit. Dieser hatte den Bischof eingeladen, über die Geschichte und gegenwärtige Situation seiner Kirche zu sprechen. Wie Superintendent Wolfgang Loos (Melle) idea mitteilte, richtete sich die Ablehnung nicht gegen den Bischof. Vielmehr habe der Kirchenvorstand schwere Bedenken gegen den Organisator Kuhlmann gehabt. Dieser sei immer wieder mit „Angst schürenden“ anti-islamischen Äußerungen auch in der Lokalpresse hervorgetreten. Die koptisch-orthodoxe Kirche war in den Brennpunkt des Interesses geraten, nachdem ein Selbstmordattentat vor einer Kirche in Alexandria (Nordägypten) in der Neujahrsnacht 23 Todesopfer gefordert hatte. Islamische Extremisten bedrohten in der Folge auch koptische Gemeinden in Deutschland. Damian sprach unter Schutz von zwei Polizeibeamten am 28. Januar vor etwa 50 Zuhörern in einer Gastwirtschaft in Ostercappeln-Venne. Die koptische Kirche wurde der Überlieferung nach vor fast 2.000 Jahren von dem Apostel Markus gegründet. Offiziell entstand sie im Jahr 451 nach dem Konzil von Chalkeon. Heute stellt die christliche Minderheit in Ägypten rund zehn Prozent der 83 Millionen Einwohner. In Deutschland leben rund 6.000 koptische Christen.
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Dazu einige kleine Gedanken.
Bischof Damian ist mir persönlich durch einige Begegnungen bekannt. Sein Charakter zeichnet sich durch Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Glaubwürdigkeit, Festigkeit, Güte, Gastfreundlichkeit ... uva. aus.
Es ist für mich absolut unverständlich, wie eine christliche Gemeinde - in einer Zeit der gerade von den protestantischen und evangelischen kirchlichen Gemeinschaften beschworenen Ökumene - einem verfolgten Christen nicht gewährt wird über das Leid seiner Verfolgung zu sprechen.
Wo ist hier Ökumene?
Wo ist hier die Solidarität mit unseren Brüdern im Glauben an Jesus Christus, den Herrn?
Wo ist die Nächstenliebe mit dem Notleidenden?
Ich kann nur meiner tiefen Enttäuschung darüber Ausdruck verleihen in dem ich sage: "Ich hoffe, dass im Nachhinein der verantwortliche Kirchenvorstand sich öffentlich für ein solch unchristliches Verhalten und Zeichen der Lieblosigkeit und Unbarmherzigkeit entschuldigt.
Beten wir, liebe Leser und Leserinnen für die verfolgten Christen.
ksf
Letzte Änderung: 01.02.2011 um 10:16
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