Lehre der Kirche

Wenn manche Leute den Satz "Lehre der Kirche" hören, dann verdrehen sie die Augen und stellen auf Durchzug! Dabei keinen sie kaum oder gar nicht die offizielle Lehre der römisch katholischen Kirche. Sie hören, lesen und sehen das, was viele Medien aus ihr machen.

Möchten sie wissen, was die Kirche durch ihr Lehramt wirklich sagt?

Dann nutzen sie die Unterpunkte, um das nachzulesen, was sie  schon immer interessiert hat.

Viel Freude und vor allem viel Heiligen Geist dabei!

Noch etwas, für alle Texte der Päpste gilt selbstverständlich:

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 auch wenn nicht eigens verzeichnet!

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Das katholische Glaubensbekenntnis 30

Posted by ksf (ksf) on 06.11.2010
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10) DIE EXISTENZ DER HÖLLE

Jesus macht uns als Mittler und Retter auch unmissverständlich darauf aufmerksam, dass es trotz der Barmherzigkeit Gottes nicht leicht ist, in den Himmel zu kommen. Er sagt uns in aller Offenheit, dass es viele Menschen nicht schaffen werden, in den Himmel zu kommen. Er weist uns auch auf die Hölle hin, in die der Mensch gelangt, wenn er sich durch schwere Sünden radikal von Gott abwendet. Diese Aussagen Jesu passen vielen Menschen nicht. Aber sie sind ein Teil seiner Botschaft und sollten daher aufmerksam gehört werden.

a) Der breite Weg ins Verderben

Jesus warnt uns vor dem "breiten Weg", der ins "Verderben führt" und fordert uns auf, den "schmalen Weg" zu gehen, der zum Himmel führt: "Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das zum Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn." (Mt 7,13-14) Als Jesus einmal gefragt wurde, ob nur wenige gerettet würden, antwortete er: "Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelingen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen." (Lk 13,24) Und bei einer anderen Gelegenheit sagte er: "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelohr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich." (Mt 19,24-26) Diese Worte Jesu sollten uns nachdenklich stimmen! Sie sollten uns bewusst machen, dass wir uns mit ganzer Kraft darum bemühen müssen, in den Himmel zu kommen. Wir müssen aber auch immer wieder Gott um seine Gnade und Hilfe bitten.

b) Die Realität der Hölle

Jesus macht uns dann auch in eindringlicher Weise darauf aufmerksam, dass es neben dem Himmel auch die Hölle gibt. Im Gleichnis vom reichen Prasser und vom armen Lazarus (vgl. Lk 16,19-31) schildert er, wie ein armer Mensch nach seinem Tod in den Himmel gelangt und wie ein reicher Mensch nach seinem Tod in der Hölle kommt. Der eine findet das Glück, der andere leidet große Qualen. Mit diesem Gleichnis weist Jesus darauf hin, dass der Mensch in den Himmel, aber auch in die Hölle kommen kann. Auch bei einem Gespräch mit den Jüngern weist Jesus auf die Möglichkeit der Hölle hin: "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann." (Mt 10,28) Jesus ruft uns mit geradezu drastischen Worten auf, gegen gewisse Versuchungen anzukämpfen, damit wir nicht in die Hölle kommen: "Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg. Denn es ist besser für dich, dass einer deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt." (Mt 5,29-30) Jesus will uns mit diesen unheimlich harten Worten aufrütteln und uns unmissverständlich zu verstehen geben, dass es die Hölle gibt und dass wir sie ernst nehmen müssen.

Last changed: 07.11.2010 at 16:54

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