Zitate von Heiligen

hl. Padre Pio von Pietrelcina - 2

Geschrieben von (ksf) am 04.02.2013
Zitate von Heiligen >>

 

AP; CE 47

„Wehe euch, ihr Pharisäer, die ihr die vordersten Sitze haben wollt und euch auf den Straßen und Plätzen gerne grüßen lasst“

 

Die wahre Demut wird nicht so sehr nach außen zur Schau getragen, als vielmehr empfunden und gelebt. Gewiss müssen wir in Gottes Gegenwart immer demütig sein, wir dürfen jedoch keine falsche Demut entwickeln, die nur zu Entmutigung, Bedrücktheit und Verzweiflung führt. Was wir haben müssen, ist eine schlechte Meinung von uns selbst. Wir dürfen unseren eigenen Nutzen nicht über den der Anderen stellen und sollen uns geringer achten als unseren Nächsten.

Wir brauchen Geduld, um das Elend Anderer zu ertragen, noch mehr Geduld aber, um uns selbst ertragen zu lernen. Reagiere unaufhörlich mit Demut auf dein tägliches Versagen. Sieht der Herr dann deine Reue, wird Er dir seine Hand entgegenstrecken und dich an sich ziehen.

Auf dieser Welt kann niemand Verdienste vorweisen; alles gewährt uns der Herr, aus reinem Wohlwollen, und weil Er uns in Seiner unendlichen Güte alles verzeiht.

 

____________________________________

 

Brief 3, 980; GF, 196 f.

„Du hast Worte des ewigen Lebens.“

 

Sei geduldig und halte treu fest an der Betrachtung. Am Anfang begnüge dich damit, in kleinen Schritten voranzugehen. Später wirst du Beine haben, die nur noch laufen wollen, oder besser noch Flügel, um zu fliegen.

Begnüge dich auch damit, zu gehorchen. Das ist niemals einfach, doch Gott ist es ja, den wir als unser Teil erwählt haben. Akzeptiere es, nur eine kleine Biene im Bienenkorb zu sein; schnell wird sie eine dieser großen Arbeiterinnen, die geschickt den Honig herstellen können. Bleibe vor Gott und den Menschen immer demütig in der Liebe. Dann wird der Herr zu dir wahrhaftig sprechen und dich mit seinen Gaben beschenken.

Es kann vorkommen, dass die Bienen große Stecken zurücklegen in den Weiden, bevor sie zu den Blumen kommen, die sie sich ausgewählt haben. Dann aber, müde doch befriedigt und voller Pollen, kommen sie in den Stock zurück, um hier stillschweigend doch fruchtbar die Umgestaltung des Blütennektars zu einem Nektar des Lebens zu vollziehen. Mache es ebenso: Nachdem du das Wort gehört hast, betrachte es aufmerksam, prüfe seine verschiedenen Elemente, suche nach seiner tieferen Bedeutung. Dann wird es für dich klar und licht. Es wird die Kraft bekommen, deine natürlichen Neigungen in eine reine Erhebung des Geistes zu verwandeln. Dein Herz wird immer mehr vereint sein mit dem Herzen Christi.

 

____________________________________

 

Ep 3, 579 ; CE 54

Frucht bringen, befreit von den Sorgen der Welt

Geh in Einfachheit die Wege des Herrn und mach dir keine Sorgen. Verabscheue deine Fehler, aber gelassen, ohne Aufgeregtheit, unbesorgt. Man muss mit seinen Fehlern Geduld haben und, dank einer heiligen Demut, Nutzen daraus ziehen. Wenn es dir an Geduld fehlt, wird deine Unvollkommenheit wachsen anstatt zu verschwinden. Denn nichts stärkt unsere Fehler so sehr wie Ungeduld und die fixe Idee, sie loswerden zu müssen.

Kultiviere die Rebe der Eintracht, die dich mit Jesus verbindet. Deine Sache ist es, Steine wegzuschaffen und Dornengestrüpp auszureißen. Sache Jesu ist es, zu säen, zu pflanzen, zu pflegen und zu bewässern. Aber selbst wenn du arbeitest, ist es doch er, der am Werk ist. Denn ohne Christus könntest du gar nichts ausrichten.

 

____________________________________

 

GB 69

"Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden“

 

Die Demut ist die Wahrheit, und Wahrheit ist, dass ich nur ein Nichts bin. Folglich kommt alles, was in mir gut ist, von Gott. Nun passiert es häufig, dass wir das Gute, das Gott in uns hineingelegt hat, vergeuden. Wenn mich Leute um etwas bitten, kommt es vor, dass ich nicht daran denke, was ich ihnen geben könnte, sondern daran, was ich ihnen nicht geben kann. Die Folge ist, dass der Durst vieler Seelen ungestillt bleibt, weil ich ihnen die Gabe Gottes nicht zu vermitteln wusste.

Die Vorstellung, dass der Herr jeden Tag zu uns kommt und uns alles schenkt – das müsste uns demütig machen. Das Gegenteil aber ist der Fall: der Satan entfacht in uns den Stolz. Das macht uns keineswegs Ehre. Wir müssen also gegen unseren Stolz angehen. Wenn wir damit nicht weiter kommen – halten wir einen Augenblick inne, vollziehen wir einen Akt der Demut! Dann wird uns Gott, der die demütigen Herzen liebt, entgegenkommen.

 

 


Letzte Änderung: 05.02.2013 um 23:44

Zurück