Betrachtungen

zum lichtreichen Rosenkranz

Geschrieben von (ksf) am 10.02.2011
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1. Geheimnis: Jesus, der von Johannes getauft worden ist

 

„Und Johannes bezeugte: „Ich sah den Geist wie eine Taube vom Himmel herniederkommen, und er blieb auf ihm. Ich kannte ihn nicht; doch der mich gesandt hat, zu taufen mit Wasser, er sagte mir: Auf wen du den Geist herniederkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der tauft mit Heiligem Geist. Und ich habe gesehen und habe bezeugt. Dieser ist der Sohn Gottes.“ (Jo 1,32-34)

 

Die Verheißung ist erfüllt. Das Lamm Gottes nimmt die Schuld der Menschheit auf seine Schultern. Eine Stimme aus dem Himmel kündet uns: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“ Der Herr spricht zu Nikodemus (Joh 3, 5-13) über die Wiedergeburt aus dem Wasser und dem Hl. Geist. Am Himmelfahrtstag gibt der Herr den Auftrag: „Gehet hin in alle Welt und machet alle Völker zu Jüngern und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.“ (Mt. 28,16-20).

 

Die Taufe schenkt dem Menschen das Leben in Christus und gliedert ihn ein in die Kirche Christi. Wir können nun in Wahrheit sage: Wir heißen Kinder Gottes und sind es.“

Die Taufe ist ein gemeinsames Sakrament der ganzen Christenheit. Sie macht alle zu Brüdern und Schwestern in Christus.

 

Wir danken für die Gnade der Taufe und beten für alle, dass sie im Glauben feststehen, damit sie das Leben einst haben in Fülle.

 

 

2. Geheimnis: ... Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbarte

 

„So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.“ (Jo 2, 11)

 

Die Herrlichkeit die Jesus durch die Verwandlung des Wassers in Wein offenbart, ist seine schöpferische göttliche Macht. An dieser Offenbarung hat Maria durch ihre Fürbitte mitgewirkt.

 

Das erste Wunder geschah bei einer Hochzeit. Die Ehe ist die Bejahung des Schöpferwillens Gottes. Die Familie ist das Beglückendste hier auf Erden, nach dem Plane Gottes stehen die Eltern in Treue zueinander und dürfen das Kind als Wunderwerk Gottes betrachten und übernehmen Aufgaben, die es für das Leben vorbereitet.

 

In unserer Wohlstandsgesellschaft wird es immer schwieriger, diesen gemeinsamen Auftrag zu erfüllen.

 

Wir beten für die Eltern, die in Not geraten und für die Kinder, die nicht mehr die gemeinsame Liebe von Vater und Mutter erfahren.

 

 

3. Geheimnis: Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat

 

„Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ (Mk 1, 14-15)

 

Mit der Botschaft Jesu beginnt das Reich Gottes, das Reich der Gnade, und der Wahrheit. Die Kirche hat den Auftrag die frohe Botschaft vom Reich weiterzuverkünden bis an das Ende der Zeit und die Menschen zum Heil zu führen. „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“

 

Jeder Christ möge Zeugnis geben von seiner Hoffnung. Selbst soll er glaubwürdiger Zeuge der Frohbotschaft sein. Dazu erhält er im Sakrament der Firmung Gnade und Auftrag: „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Hl. Geist!“ spricht der Spender der Firmung.

 

Weil der Mensch immer wieder in Gefahr ist nachlässig zu werden, das Gute zu unterlassen und gegen Gottes Gebote zu sündigen, muss er stets bereit sein zu Reue und Umkehr. Daher sprach der auferstandene Herr zu seinen Jüngern: „Empfanget den Hl. Geist, wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ (Joh. 20, 22-23)

 

Gott verzeiht jede Sünde, die ein Mensch aus Liebe zu ihm bereut! Das Bußsakrament ist das Ostergeschenk an die Kirche.

 

 

4. Geheimnis: Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist

 

„Nach sechs Tagen nahm Jesus den Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich und führte sie abseits auf einen hohen Berg. Da wurde er vor ihnen verwandelt; sein Angesicht glänzte wie die Sonne, seine Kleider wurden leuchtend hell wie das Licht.  (Mt 17, 1-3)

 

Die sich offenbarende Herrlichkeit des Gottessohnes gehört einer anderen Welt an. Wir können darauf vertrauen, dass wir einst daran teilhaben dürfen, wenn wir auf Jesus hören und an ihn glauben.

 

Nach der Verklärung ging Jesus mit seinen Jüngern nach Jerusalem und sprach von seinem Leiden und Tod. Gerade jene drei Jünger, die bei der Verklärung anwesend waren, haben am Ölberggarten den Beginn des Leidens erlebt.

Wir alle gehen dem Tod entgegen. Christus will dem kranken Mensch mit seiner Gnade nahe sein. Daher gibt es das Sakrament der Krankensalbung. Die Urkirche gibt davon Zeugnis.

 

Im Jakobusbrief heißt es:

Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das Gebet wird den Kranken aufrichten, wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben werden. (Jak 5, 14-15)

 

 

5. Geheimnis: Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat

 

„Denn sooft ihr dieses Brot eßt und den Kelch trinkt, feiert ihr den Tod des Herrn, bis er wiederkommt.

Wer daher unwürdig das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der versündigt sich am Leibe und Blute des Herrn.“

(1 Kor 26-27)

 

In der Feier der Eucharistie werden wir eins mit unserem Herrn Jesus Christus und seiner unendlichen Liebe. Der würdige Empfang des Leibes und Blutes Christi verbindet die Gläubigen zugleich zur Glaubens- und Liebesgemeinschaft der Kirche.

 

Die Hl. Schrift bezeugt, dass Christus den Aposteln priesterliche Vollmachten übertragen hat - z.B. beim letzten Abendmahl, die Feier der Eucharistie und nach seiner Auferstehung die Vollmacht zur Vergebung der Sünden. Die Apostel haben diese Vollmacht wieder anderen mitgeteilt. Die Handauflegung und das Weihegebet sind die wesentlichen Zeichen des Sakramentes der Priesterweihe.

 

Die Eucharistie (Danksagung und Lobpreis) ist das größte Vermächtnis an seine Kirche. Unter den Gestalten von Brot und Wein wird der Herr unter uns sein bis zum Ende der Zeit: „Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“ „Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt“.

 

Heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria, hilf uns die heilige Eucharistie als Quelle und Höhepunkt unseres christlichen Lebens zu erkennen und aus ihrer Kraft zu leben!...

 


Letzte Änderung: 11.02.2011 um 10:13

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